Abgeschlossene Projekte

Auf dieser Seite haben wir bereits abgeschlossene Projekte aus dem Themenfeld Pflege zusammengestellt, an denen wir beteiligt waren. Die Projekte sind chronologisch absteigend nach dem Abschlussjahr geordnet, d. h. das zuletzt abgeschlossene Projekt befindet sich ganz oben in dieser Auflistung.

Unsere aktuell laufenden Forschungsprojekte finden Sie hier: Fraunhofer IAO – Laufende Forschungsprojekte im Themenfeld Pflege

Eine gesonderte Übersicht haben wir auch zu unserem ehemaligen Verbundprojekt Pflege 2020 erstellt: Übersicht zu den Inhalten der Forschungsphasen des Projektes Pflege 2020

2019



Ease-iT – Entlastung informell Pflegender durch professionell organisiertes GPS-Tracking und individuell gestaltbare Begleitungskonzepte

Projektlaufzeit:
01.06.2017 – 31.05.2019

Fördermittelgeber:
Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg

Thema:
Bei der Entlastung informell pflegender Personen von Menschen mit Demenz besteht ein hoher Unterstützungsbedarf. Es besteht großer Beratungs- und Betreuungsbedarf für pflegende Angehöriger hinsichtlich des Umgangs mit der Erkrankung sowie der Technik. Professionelle teilstationäre Einrichtungen und ambulante Pflegedienste wünschen ebenso unterstützenden Technikeinsatz, allerdings begleitet durch die Einführung geeigneter Prozesse. Es werden Strukturen geschaffen, die pflegende An- und Zugehörige von Menschen mit Demenz entlasten und begleiten, u.a. durch unterstützenden Technikeinsatz. Der Prozess des GPS-Trackings wird hierzu in die Strukturen professioneller Pflegedienstleister integriert. Ein Beratungsleitfaden für pflegende Angehörige soll durch die Betrachtung der Alltagsroutinen und innerfamiliären Aushandlungsprozesse einen optimalen individuellen Technikeinsatz ermöglichen.

Hutiv – Häuslichkeit und Tagespflege innovativ vernetzt

Hutiv - Häuslichkeit und Tagespflege innovativ vernetzt
Hutiv – Häuslichkeit und Tagespflege innovativ vernetzt

Projektlaufzeit:
01.03.2016 – 28.02.2019

Fördermittelgeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung

Thema:
Ausgehend von dem aktuellen Zustand und Befinden des Tagespflegegastes wird in der Tagespflege aktivierende Pflege und soziale Betreuung durchgeführt. Bis dato gibt es keine technisch basierten ganzheitlichen Möglichkeiten, Informationen über den Zustand und das aktuelle Befinden der Gäste der Tagespflege zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Tagespflege, des ambulanten Dienstes, den Angehörigen und weiteren Betreuungspersonen auszutauschen. Eine unterstützte Zusammenarbeit und eine Vernetzung zwischen der Häuslichkeit und der Tagespflege finden kaum statt. Hinzu kommt erschwerend, dass die Pflegepersonen der Häuslichkeit oft keinen direkten täglichen Austausch mit Mitarbeitenden der Tagespflege haben, da der Pflegebedürftige von einem Fahrdienst oder dem Taxi gefahren wird. Auch ein geregelter Aus-tausch zwischen Mitarbeitenden der ambulanten Pflege und der Tagespflege kommt selbst bei identischem Träger wenig zustande. Gerade bei Inanspruchnahme einer Tagespflege werden wertvolle und vielleicht entscheidende Informationen nicht ausgetauscht. Im Rahmen des HuTiv-Projekts soll dem Informationsdefizit und damit den beschriebenen Auswirkungen entgegengewirkt werden. Es wird ein Interaktionsportal entwickelt, das 

  • den Informationsfluss durch Bündelung und Bereitstellung verbessert,
  • die Pflegedokumentation einbindet,
  • sensorgestützte Daten liefert, verarbeitet und bereitstellt und neue Ansätze im HCI-Bereich verfolgt, um Eingaben zu vereinfachen und so Dokumentationsaufwand zu verringern
  • einen Schwerpunkt auf Interaktionsdesign legt und bedarfsgerechte Oberflächen nutzerzentriert umsetzt
  • Wissen situationsabhängig und individuell zur Verfügung stellt (Wissensmanager) und
  • technisch organisatorische Verknüpfung zwischen verschiedenen Diensten, Tagespflege und Angehörigen sicherstellt.

Weitere Informationen:
Hutiv – Häuslichkeit und Tagespflege innovativ vernetzt


KOPHIS – Kontexte von Pflege- und Hilfsbedürftigen stärken – Verzahnung von BOS, Pflegeinfrastruktur und aktiven zivilgesellschaftlichen Netzwerken

Projektlaufzeit:
01.02.2016 – 31.01.2019

Fördermittelgeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung

Thema:
Die Zahl der pflege- und hilfsbedürftigen Menschen in unserer Gesellschaft nimmt bedingt durch die demographische Entwicklung stetig zu. Viele dieser Menschen werden von Angehörigen oder ambulanten Pflegekräften im heimischen Umfeld versorgt.

In Extremwetterlagen oder anderen Katastrophenlagen besteht die Heraus-forderung, diese Menschen zu versorgen, wenn beispielsweise Pflegekräfte sie nicht mehr erreichen können. In derartigen Situationen stellt sich die Frage,  welche Personen in der Umgebung Hilfe benötigen und wer die Versorgung der  betroffenen Menschen unterstützen kann kann.

Im Projekt KOPHIS sollen daher  Unterstützungsnetzwerke aus Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, Pflegeeinrichtungen, Angehörigen und aktiven zivilgesellschaftlichen Akteuren aufgebaut und gestärkt werden. Hierzu werden die Bedürfnisse der betroffenen bzw. betreuenden Personen ermittelt und Unterstützungskonzepte sowie Informationsmaterialien erarbeitet.

Weitere Informationen:
Kophis Projektseite


2018

SONIA Netz

SONIAnetz – Aufbau eines Hilfemix mittels digitaler Vernetzung von Beratungs- und Unterstützungsangeboten

Projektlaufzeit:
01.05.2019 – 31.05.2021

Fördermittelgeber:
Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg

Thema:
Im Quartier Rauner in Kirchheim unter Teck wurde durch den Aufbau einer Online-Plattform erfolgreich eine Struktur etabliert, welche im Zusammenwirken zwischen realen Aktivitäten in einer Begegnungsstätte und virtuellen Begegnungen durch den Einsatz von Tablets die Bildung der SONIA Community für ältere Bürger unterstützt. Aufbauend darauf werden neue Wege entwickelt, um hilfebedürftige Menschen zu unterstützen, pflegende Zugehörige zu entlasten und soziale Teilhabe zu ermöglichen. Es wird, digital unterstützt, eine niederschwellige Anlaufstelle eingerichtet und ein individuelles Hilfeangebot aufgebaut, in der eine professionelle Fachkraft Bezugsperson für den / die Hilfesuchende/n ist. Für ambulant betreute Bürger wird mittels eines Patenmodells ein Weg zur sozialen Teilhabe eröffnet. BürgerInnen des Quartiers beteiligen sich ehrenamtlich im Sinne einer Caring Community. Durch die digitale Unterstützung über die Online-Plattform werden benötigte Informationen angeboten, Kommunikation erleichtert und die Organisation elektronisch unterstützt. D.h. der Dreiklang aus ehrenamtlichem Einsatz, professioneller Betreuung und digitaler Unterstützung bildet die Basis für den Erfolg im Rahmen der Quartiersentwicklung.

Weitere Informationen:
SONIAnetz – Aufbau eines Hilfemix mittels digitaler Vernetzung von Beratungs- und Unterstützungsangeboten


Serodi – Servicerobotik zur Unterstützung bei personenbezogenen Dienstleistungen

Serodi - Servicerobotik zur Unterstützung bei personenbezogenen Dienstleistungen

Projektlaufzeit:
1.11.2014 bis 31.10.2018

Fördermittelgeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung

Thema:
Der Bereich der personenbezogenen Dienstleistungen öffnet sich immer mehr für innovative technologische Lösungen. Auch in der Gesundheitsversorgung halten IT-gestützte Pflegeplanungs- und Dokumentationssysteme vermehrt Einzug in die Praxis. Im Vergleich dazu befindet sich die Servicerobotik als assistierendes System für die Pflege noch in ihren Anfängen. Dabei bietet sie im Gegensatz zu bereits eingesetzten Lösungen den Mehrwert, nicht nur informatorisch, sondern auch physisch unterstützen zu können.

Von dieser Unterstützung können sowohl Pflegekräfte und Patienten im Krankenhaus als auch Personal und Bewohner von Altenpflegeeinrichtungen profitieren. Mit moderner Robotertechnik ausgestattete Pflegehilfsmittel können die Beschäftigten bei Routinetätigkeiten entlasten und sie aktiv bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten unterstützen. Langzeiterkrankungen des Personals und die dadurch bedingte hohe Fluktuation an Mitarbeitern können auf diese Weise reduziert werden. Damit haben Assistenzsysteme das Potenzial, den Pflegeberuf attraktiver zu machen. Gleichzeitig erhöht sich die Qualität der Pflegearbeit, weil dem Personal mehr Zeit für die Patienten und Bewohner bleibt. Betreute können von der Hilfe des Serviceroboters im Alltag profitieren und sich Selbstständigkeit erhalten. Der Wert der Technik wird daran gemessen, wie sehr sie Beschäftigten und Patienten bzw. Bewohnern in der praktischen Anwendung Erleichterung verschafft und von ihnen akzeptiert wird.

Im Projekt »Servicerobotik zur Unterstützung bei personenbezogenen Dienstleistungen« (SeRoDi) arbeiten sechs Partner aus der Forschung und der Gesundheitsversorgung daran, neue Serviceroboter- Lösungen für die Pflege zu entwickeln und zu testen sowie deren Auswirkungen auf Arbeit und Dienstleistungsprozesse zu analysieren. Die enge Zusammenarbeit der Projektpartner sorgt dafür, dass die Serviceroboter-Technologien auf den Praxiseinsatz zugeschnitten und anwendungsgerecht weiterentwickelt werden. Damit fördert das Projekt den selbstverständlichen Einsatz neuer Technologien in der Pflege und deren größtmöglichen Nutzen für die Anwender.

Weitere Informationen:
Serodi Website


2017

KatArB – Kategorisierung von Arbeit als Basis für neue Konzepte zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

Projektlaufzeit:
11.09.2016 – 30.11.2017

Fördermittelgeber:
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Thema:
Im Auftrag des BMFSFJ hat das Fraunhofer IAO mit seiner interdisziplinären Expertise eine Basis zu den gegenwärtig repräsentierten Tätigkeiten in den Bereichen Wissensarbeit, Dienstleistung und Produktion erstellt, deren Rahmenbedingungen identifiziert und diese in die nahe Zukunft projiziert (Horizont 2030). Unter Berücksichtigung der Relevanz dieser Tätigkeitsgruppen wurden die Stellschrauben für eine neue Vereinbarkeit von Beruf und Pflege identifiziert. Hierbei lag eine besondere Herausforderung darin, in Tätigkeiten zu denken und nicht in Branchen oder Berufen. Eine neu entwickelte Matrix aus Tätigkeiten und Vereinbarkeitspotenzialen kann als Basis für neue Konzepte zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege für die Bereiche Wissensarbeit, Dienstleistung und Produktion herangezogen werden. Darüber hinaus clustern sich diesen Tätigkeiten und ihre Rahmenbedingungen, so dass sie die heutigen Vereinbarkeitspotenziale und eine »Vision 2030« abbilden.


2016

mobQdem – Mobilität im Quartier trotz Demenz

mobQdem - Mobilität im Quartier trotz Demenz

Projektlaufzeit:
25.11.2013 – 01.12.2016

Fördermittelgeber:
Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg

Thema:
Das Projekt mobQdem befasste sich mit dem Erhalt der Lebensqualität von Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Wie gelingt es, diese Menschen so weit wie möglich am täglichen Leben teilhaben zu lassen – also Inklusion im besten Sinn des Wortes.

Weitere Informationen:
mobQdem – Mobilität im Quartier trotz Demenz


2015

Alltag trotz(t) Demenz –
gut leben mit Demenz in Stuttgart-Ostheim

Projektlaufzeit:
14.11.2013 – 01.12.2015

Fördermittelgeber:
Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren
Baden-Württemberg

Thema:
Das Projekt „Alltag trotzt Demenz“ möchte dazu beitragen, das Leben demenziell Erkrankter zu Hause und darüber hinaus im Quartier zu ermöglichen und zu erleichtern. Das Leben zu Hause und im Quartier soll sicher und anregend sein, die Menschen der Umgebung über die Krankheit
informiert und den Betroffenen gegenüber aufgeschlossen sein. Ausgehend von dem konkreten Quartier Stuttgart-Ostheim werden Voraussetzungen für die Sensibilisierung und die soziale Inklusion demenziell Erkrankter erarbeitet, ausprobiert und evaluiert. Das Ziel ist, den Alltag an Demenz Erkrankter im Quartier mit möglichst vielen Facetten zu erhalten und eine drohende Begrenzung auf die eigenen vier Wände, die der sorgenden Familie oder einer professionellen Einrichtung auszuweiten.

Weitere Informationen:
http://www.alltag-trotzt-demenz.de


SONIA – Soziale Inklusion durch technikgestützte Kommunikationsangebote im Stadt-Land-Vergleich

SONIA – Soziale Inklusion durch technikgestützte Kommunikationsangebote im Stadt-Land-Vergleich

Projektlaufzeit:
01.01.2013 – 31.12.2015

Fördermittelgeber:
Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg

Thema:
Im Rahmen des Verbundprojekts SONIA soll die soziale Teilhabe älterer Menschen durch die Nutzung von einfacher Kommunikationstechnik gefördert und so sozialer Isolation entgegengewirkt werden. Es sollen Konzepte entwickelt werden, um die Lebensqualität, Selbstversorgungsfähigkeit und Selbstbestimmung von Menschen über 60 Jahren zu erhöhen, soziale und räumliche Barrieren abzubauen und mehr Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen. Auch Menschen mit Pflegebedarf können so länger selbständig in der häuslichen Umgebung leben. Ein weiteres Ziel liegt in der Entwicklung alltagsunterstützender Technologie. Hierzu werden an den drei Praxisstandorten Kirchheim/ Teck, Furtwangen und Mönchweiler die Bedarfe der älteren Menschen erhoben und eine jeweils sozialraumspezifische Quartiersplattform entwickelt und erprobt. Die Evaluation des Projekts bezieht sich auf die Unterscheidungsmerkmale sozialer Teilhabe hinsichtlich städtischer und ländlicher Regionen.

Weitere Informationen:
PDF-Broschüre zum SONIA-Projekt


URAiS – Urlaubsreisen im Alter mit individuellen Services

Projektlaufzeit:
01.07.2012 – 30.06.2015

Fördermittelgeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung

Thema:
Das Vorhaben URAiS hat sich zum Ziel gesetzt, älteren Menschen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung ein individuelles Reiseerlebnis zu ermöglichen. URAiS fokussiert dabei auf ältere Menschen, die sich mit der Organisation der Reise überfordert fühlen oder mobilitätseingeschränkt sind sowie ältere pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige. Mit Hilfe eines aufeinander abgestimmten Konzeptes aus Technikeinsatz und Dienstleistungen werden Hürden und Hemmnisse, die am Reisen hindern, abgebaut. Die im Projekt eingesetzten Assistenzsysteme ermöglichen es, länger und unbeschwerter an Reise, Bildung, Kultur und Erlebnissen teilzunehmen und so die Selbstbestimmung und Teilhabe am sozialen Leben zu bewahren und die Gesundheit zu unterstützen. Die Servicekette bildet dabei die komplette Reise von der Planung bis zur Heimkehr ab. Im Zentrum der Mobilitätsdienste steht dabei die Bahnfahrt, das Zentrum am Urlaubsort bildet das Hotel mit einem daran angeschlossenen Netzwerk aus medizinischen, pflegerischen, therapeutischen und kulturellen Dienstleistern.

Weitere Informationen:
Seniorenreisen – organisiert aber dennoch individuell?